Feedback-Kultur
Eine Feedback-Kultur hat zum Ziel, eine ganzheitliche Qualitätswahrnehmung und –reflexion im System Schule zu ermöglichen. Die Notwendigkeit einer Feedback-Kultur wurde nicht zuletzt aufgrund der SEIS-Ergebnisse erkannt und auf der Pädagogischen Jahreskonferenz im August 2007 durch die Arbeitsgruppe „Feedback-Kultur“ weiterentwickelt mit dem Ergebnis zweier Schüler-Lehrer-Rückmeldebögen (für die Grundschule und für die Mittel- und Oberstufe), die im Jahr 2008 zum ersten Mal zum Einsatz kamen. 2009 übernahm der PQM-Beauftragte der DSK den Arbeitsschwerpunkt der Feedback-Kultur und erweiterte diesen auf das kollegiale Feedback und das Schulleitungsfeedback, so dass nun drei Feedback-Ebenen an der DSK existieren:
- das kollegiale Feedback (KLUQ, siehe unten!)
- das Schüler-Lehrer-Feedback (durch schuleigene Fragebögen, siehe Anhang)
- das Schulleitungsfeedback (durch Nutzung des Online-Evaluationswerkzeuges EASYEVA)
Kooperative Lernbeobachtung & Unterrichtsentwicklung –
Qualitätsentwicklung an Schulen
Kooperativ bedeutet, dass Kollegen die Vorbereitung, Beobachtung und Auswertung des Unterrichts gemeinsam durchführen. Lernbeobachtung bedeutet, dass sich das Feedback primär auf das geplante und erwünschte Lernverhalten der Schüler/innen bezieht (eben eine Lern- und nicht Lehrer-Beobachtung). Feedback im Rahmen von KLUQ zielt so auf die Unterrichtsentwicklung an der gesamten Schule.
Im Februar 2009 wurden auf einer Fortbildung von Ulrike Luthardt sechs Lehrkräfte zu KLUQ-Pionieren an der DSK ausgebildet. Die ersten Erfahrungen mit diesem System sind durchweg positiv, auch wenn die Terminierungen zur Vorbereitung, Lernbeoachtung und Auswertung schwierige Hürden im Schulalltag einer Privatschule darstellen. Auf dem Pädagogischen Wochenende im August 2009 werden die KLUQ-Pioniere als Multiplikatoren das gesamte Lehrerkollegium fortbilden.
Ziel ist es, dass ab 2010 jede Lehrkraft in mindestens einer KLUQ-Gruppe aktiv ist.
Schüler-Lehrer-Feedback (SLF)
Der Erprobungsphase des SLFs 2008 folgte die obligatorische Durchführung der Befragung 2009 durch jede Lehrkraft in ihren/r Lerngruppe/n, jedoch ohne Verpflichtung zur Datenweitergabe an die Schulleitung. Die Datenhoheit verbleibt weiterhin bei der einzelnen Lehrkraft. Die Steuergruppe erstellte ein Zeitraster zum Ablauf der Befragung nach Fachrichtungen geordnet, um eine Feedback-Müdigkeit seitens der Schüler zu vermeiden. Die Steuergruppe verdeutlichte auf der GLK im Mai 2009 darüber hinaus die Wichtigkeit des Schülerfragebogens, weil er …
- ein differenziertes Instrument zur Rückmeldung an die Lehrkraft ist
- helfen kann, Unterricht zu verbessern
- Kommunikation über guten Unterricht zwischen Lehrern und Schülern initiieren kann
Die Lehrkräfte sollten überdies die Anonymität wahren durch …
- den Hinweis auf Vertraulichkeit
- Auslassen handschriftlicher Anmerkungen oder Bemerkungen in Blockschrift abgeben,
wenn Bedenken auf Schülerseite vorliegen
- das Einsammeln der Fragebögen durch die Klassensprecher
Im Lehrerzimmer wurde von der Steuergruppe eine tabellarische Namensliste aller Kollegen ausgehängt, in der die einzelne Lehrkraft durch das Eintragen ihres Kürzels die Durchführung der Befragung bestätigt.
Schulleitungsfeedback
Mit der Einführung des neuen Doppelstundenmodells ergab sich der Wunsch der Schulleitung, mehr über die Akzeptanz bei den Lehrkräften zur neuen Unterrichtsstruktur zu erfahren. Der PQM-Beauftragte der Schule führte daher im Juni 2009 eine Fokusevaluation mittels EASYEVA durch, die eine große Akzeptanz für das neue Modell unter den Kollegen belegte. Diese Online-Befragung hat den Vorteil, dass jede Lehrkraft zu jeder Tageszeit leicht teilnehmen kann, dass die Umfrage durch Verwendung von individuellen TANs anonym ist und am Ende der Umfrage eine ansprechende statistische Auswertung angeboten wird. Die Fragen können zudem individuell eingestellt und angepasst werden. Auch offene Antworten sind möglich. Im konkreten Fall zum Doppelstundemodell übernahm dies die Steuergruppe, die alle Ergebnisse an der Infotafel unter „Schulentwicklung“ publizierte.
- Entwicklungsschwerpunkt: Fortbildung Smartboards
Im Jahr 2006 stellte Dirk Heiss einen Antrag zur Anschaffung eines Interactive Whiteboards (IWB) für seine 6. Klasse, da Vergleichsstudien zwischen IWB und herkömmlichen Kreidetafeln größere Lerneffekte bei Schülern belegten, wenn sie mit IWBs unterrichtet wurden (QUELLE: Evaluation of the DCSF Primary Schools Whiteboard Expansion Project, DCSF and Becta). Für das Schuljahr 2007 wurden zwei IWBs der Firma SMART gekauft. Nach erfolgreicher Erprobung wurden dem Elternrat der DSK auf einer Sitzung die Möglichkeiten und Vorteile des IWBs demonstriert. Am selben Tag fasste der Elternrat unter Leitung von Yvette Küng den Entschluss, nahezu alle Klassenräume und Fachräume der Mittel- und Oberstufe mit neuen IWBs auszustatten und zusätzlich herkömmliche Whiteboards zu erwerben, die das Weiterarbeiten an der Tafel auch bei Stromausfall erlauben würden. Die herkömmlichen grünen Kreidetafeln wurden komplett entfernt – einerseits wegen des schädlichen Kreidestaubs für die Beamer, andererseits, um zu verhindern, dass das neue Medium nur schleppend zum Einsatz kommt. Finanziert wurde dieser bildungsfreundliche Kraftakt durch einen Großteil der Basareinnahmen.
Noch im selben Schuljahr 2007 erfolgten zwei schulinterne Fortbildungen zur Nutzung der IWBs durch Dirk Heiss, wobei auf die direkte Umsetzung von Unterrichtsinhalten mithilfe des neuen Mediums geachtet wurde, um die Möglichkeiten optimal für den Unterricht zu nutzen. 19 KollegInnen nahmen an diesen beiden Fortbildungen teil. Weitere Einführungen für die betroffenen Lehrkräfte gab es durch Vertreter der Firma SMART, die aber weniger auf unterrichtsspezifische Detailfragen abzielten. Es wurden hier neben der Nutzung des SMARTboards als Schreibtafel, sämtliche Symbole der Nutzungsoberfläche erklärt und ihre verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten demonstriert. Ebenso wurde auf die Nutzung der Abbildungen und z.T. fachspezifischen, fertigen Animationen der “Gallery” hingewiesen.
Herausforderungen, die zum Teil improvisatorisches Geschick erfordern, stellen bis zum heutigen Tag Strom- oder Serverausfälle dar sowie fehlende Computergrundkenntnisse im Kollegium, die aber für die umfassende Nutzung eines IWBs unentbehrlich sind. |